Sommer-Buchclub 2016: Die Bücher-Auswahl

Auch dieses Jahr veranstalte ich wieder den Sommer-Buchclub, in dem wir alle parallel ein Buch lesen und dann hier auf der Seite darüber diskutieren. Ich stelle dafür 3 Bücher zur Auswahl, und alle, die mitmachen wollen, können in der Kommentarfunktion für ihren Favoriten abstimmen. Das Buch mit den meisten Stimmen gebe ich Ende Juni bekannt, sodass jeder – je nach seinen Urlaubszeiten – zwischen Mitte Juli und Mitte August das Buch lesen kann. Mitte August beginnen wir dann mit der Diskussion.
Nachdem das Buchclub-Buch im letzten Jahr uns nach Asien geführt hat, stelle ich diesmal 3 Bücher aus anderen Kontinenten zur Auswahl: Zwei aus Afrika und eines aus Südamerika. Voilà:

1. Nigeria: „Blauer Hibiskus“ von Chimamanda Ngozi Adichie (Orig.: Purple Hibiscus), 336 Seiten, 10,99€
Der Verlag beschreibt den Inhalt so: „Das Haus von Kambilis Familie liegt inmitten von Hibiskus, Tempelbäumen und hohen Mauern, die Welt dahinter ist das von politischen Unruhen geprägte Nigeria. Mit sanfter, eindringlicher Stimme erzählt die 15jährige Kambili von dem Jahr, in dem ihr Land im Terror versank, ihre Familie auseinanderfiel und ihre Kindheit zuende ging.“
Einige von euch haben sicher Adichies bekanntesten Roman „Americanah“ gelesen und ich war auch von „Half of a Yellow Sun“ begeistert. „Blauer Hibiskus“ ist ihr Erstling, der vor kurzem auch auf Deutsch veröffentlich wurde.

2. Simbabwe: „Wir brauchen neue Namen“ von NoViolet Bulawayo (Orig.: We need new names), 261 Seiten, 9,99€
Die zehnjährige Darling lebt in einem simbabwischen Slum mit dem zynischen Namen „Paradise“. Die ersten Kapitel schildern ihre Kindheit zwischen Armut und Mangel auf der einen und Freundschaft und Kinderabenteuern auf der anderen Seite. Dann ergibt sich die Möglichkeit für sie, zu Verwandten in die USA auszuwandern. Nun wird sich zeigen, ob Amerika so wundervoll ist, wie sie und ihre Freunde es sich vorgestellt haben.
Auswanderergeschichten von afrikanischen Autoren waren ja in den letzten Jahren recht erfolgreich auf dem Buchmarkt. „Wir brauchen neue Namen“ sticht durch die Kinderperspektive heraus und enthält auch einige Beobachtungen zum Thema Entwicklungshilfe.

3. Kolumbien: “Die Informanten” von Juan Gabriel Vásquez (Orig.: Los Informantes), 384 Seiten, 9,99€
Ein junger kolumbianischer Journalist veröffentlicht ein Buch über eine deutsch-jüdische Flüchtlingsfamilie, die seit den 1930er Jahren in Bogotá lebt. Dabei wird er unversehens mit einem dunklen Geheimnis in seiner eigenen Familie konfrontiert.
„Die Informanten“ beschreibt eine Phase der kolumbianischen Geschichte, in der Flüchtlinge und Anhänger des NS-Regimes in Südamerika aufeinandertrafen und die kolumbianische Regierung die sogenannten Bürger der Achsenmächte aus Sicherheitserwägungen registrierte und internierte. Ein Roman über die Ursachen und Folgen von Denunziation und die Frage, wie eine Gesellschaft in politischen Krisen mit Minderheiten in ihrer Mitte umgehen soll – also sehr aktuell.

Was spricht euch am meisten an? Ich bin gespannt auf eure Präferenzen!

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6 Antworten zu Sommer-Buchclub 2016: Die Bücher-Auswahl

  1. Annabelle schreibt:

    Ich stimme für 1.

  2. Matthias schreibt:

    Ich stimme für „Wir brauchen neue Namen“.

  3. Daniel schreibt:

    Ich für Nr. 3

  4. Uschi Gassmann schreibt:

    Ich bin für Nr. 1

  5. Claudi S. schreibt:

    Ich bin ebenfalls für Nummer 1.

  6. Gisela Riemer schreibt:

    Ich stimme für die „Die Informanten“, lese aber auch bei den anderen beiden Büchern gerne mit.

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